01 febrero 2007

In 30 Stunden um die (halbe) Erde



Hurra, Deutschland hat uns wieder!
Kaum sitzt man 30 Stunden lang in 4 Fliegern und auf 5 Flughäfen rum – schon ist man wieder daheim...
Und kaum sitzt man ein paar Tage im kalten Deutschland rum, will man schon wieder weg.

Dabei wollte uns Südamerika erst gar nicht gehen lassen: Eigentlich sollten wir von Asuncion aus, über Buenos Aires direkt nach Madrid fliegen und von dort aus weiter nach München.
Aber Südamerika wäre ja nicht Südamerika wenn alles so geklappt hätte...
In Buenos Aires sagte man uns nämlich, das der Transatlantik-Flieger nach Madrid überbucht sei und fragte uns, ob wir bereit sind, evtl. einen „kleinen“ Umweg zu fliegen.
Da man uns dafür 2 je 300-Euro-Gutscheine für unseren nächsten Iberia-Flug anbot, waren wir natürlich leicht zu überzeugen, noch mal kurz quer über den ganzen Kontinent nach Santiago de Chile zu jetten. Dort hieß es dann, im Eiltempo umsteigen, um gerade noch den Flieger nach Spanien zu bekommen.
Immerhin waren wir jetzt auch mal in Chile – für 20 Minuten. Lustigerweise sind wir durch diese Aktion früh um 3 aufgestanden, um nachmittags um fünf noch mal genau über den Chaco zu fliegen.


Ist schon ganz schön hart, bei plus 40 Grad ins Flugzeug zu steigen und bei minus 5 Grad wieder auszusteigen!

Deutschland erwartete uns dick verschneit und deutsch wie eh und je...

Schon nach kurzer Zeit sehnten wir uns wieder zurück in unseren


Aber wir werden es wohl ein paar Monate hier aushalten. Es hat ja auch seine schönen Seiten hier:

Man kann mal wieder viele alte Freunde treffen, die uns schon sehr gefehlt haben...
Man kann mal wieder super leckere Pizza bei nem echten Italiener essen...
Man kann mal wieder mit 240 über eine tadellos asphaltierte Autobahn fegen...
Und man kann vor allen Dingen mal wieder alle WT`s rechtzeitig und im Original lesen und studieren!

Und man kann lange darüber nachdenken wo man denn nun eigentlich zuhause ist, was Heimat ist und was einem wichtig ist.
Wir wollen auf jeden Fall bald wieder weg hier.

Hier gibt’s viel zu wenig Sonne.
Hier gibt’s keine Trebol – Milch,
keine leckeren Empanadas,
kein Softeis im Super.
Kein Terere und keine Siesta.

Und hier gibt’s niemanden, der wissen will ob wir nun in die Hölle kommen oder nicht!

Und „tranquilo“ ist hier auch niemand.

Und hier gibt’s bald einen Ministerpräsident namens Beckstein.


Ach Menno.