Käfer und Landys in Südamerika
Da uns unsere Leidenschaft für alte Autos auch hier nicht ganz loslässt, möchten wir für alle die es eventuell auch interessiert, (Hallo Bertel...) hier mal ein paar Käfer und Landys einstellen, die uns bisher hier so über den Weg gefahren sind.
Käfer gibt’s hier in allen Variationen:

Leicht getunt...

...heftig getunt...

...als Fahrschulauto (!)
(Keine Ahnung wozu, denn hier kauft man sich den Schein eigentlich. Knappe 6 Euro – alle Klassen.)...

...und extrem angegammelt!
(Der Super-GAU für jeden deutschen Tüv-Prüfer)
Zwar kein Käfer, aber immerhin mit Käfertechnik:
Der Gurgel, den ein junges Ehepaar aus der Gruppe in O`Leary
fährt.
(So was kann man hier Missionaren aus Kanada abkaufen!)

Auch mit Käfermotor – dieser abgefahrene Eigenbau, der uns in Bolivien überholte:

Wirklich extrem, was die hier mit Käfern alles anstellen. Wir haben auch schon verkürzte und verlängerte Modelle gesehen und einige höhergelegte mit Rammschutz.
Nur das Käfertreffen hier gefällt Jenny nicht so gut: :o)

Neuere Landys gibt’s in Paraguay eher wenig.
Die, die man sieht, sind dafür in Ehren ergraut.
Erst in Argentinien hat unser Landy ein paar gleich alte Spielkameraden gefunden:

Wer noch ein paar mehr vierrädrige Exoten aus Südamerika sehen möchte, der sei auf die Seite von Goldies verwiesen, die rechts verlinkt ist. Markus hat noch ein paar sehr interessante Fotos über Autos in Paraguay eingestellt!
Sehr exotisch - obwohl eigentlich ganz normale Toyotas – sind auch die Taxis in Santa Cruz/Bolivien.:
Sie werden als Gebrauchtwagen aus Japan importiert und sind deshalb alle mit Rechtslenkung ausgestattet. Da in Bolivien aber, wie in Deutschland, rechts gefahren wird, muß das Lenkrad auf der linken Seite sein. Findige Werkstätten bauen daher in teilweise sehr abenteuerlicher Weise einfach die Lenksäule auf die andere Seite.
Allerdings macht sich aus Kostengründen niemand die Mühe auch ein anderes Armaturenbrett einzubauen. So hat man als Beifahrer immer den Tacho und alle Armaturen vor sich – aber kein Lenkrad. Sehr gewöhnungsbedürftig!
Wir sind mit unserem Landy immer noch sehr zufrieden – auch wenn er gerade jetzt in der Werkstatt steht.
Wenn man nicht gerade – aus Dummheit – versucht über eine Salzlagune zu fahren, kommt man mit ihm überall durch.

Nur die spitzen Steine auf den unbefestigten Strassen setzen allen Autos ziemlich zu. Wir zählen die Plattfüsse schon gar nicht mehr...
Und das permanente Gerüttel löst alle Schrauben. Blöderweise auch die Radmuttern. Und ausgerechnet auf der Teerstrasse überholt uns dann bei 120 ein Hinterrad...
(Ganz blödes Gefühl – so direkt mit der Bremsscheibe auf Asphalt zu bremsen!)
Und so ein loses Rad schlägt ziemliche weite Schneisen in den Busch. Jenny musste ganz schön weit laufen...

Ansonsten hatten wir bis jetzt nur ein gerissenes Kreuzgelenk am vorderen Differenzial.
(Sowas passiert natürlich ausgerechnet im Dienst und dann darf man sich mit gutem Hemd in den Sand legen und die Kardanwelle ausbauen...hurra!)
Eigentlich trotzdem eine gute Bilanz für ein halbes Jahr unter Extrembedingungen – auch im Vergleich zu den Japanern der anderen.
Nur momentan steht er mit Verdacht auf gerissenen Zahnriemen in der Werkstatt...
...aber ich vertrau mal auf die Schrauberkünste der Leute hier.
Die kriegen alles wieder flott.
Was für eine Schande... normalerweise hängen die Toyotas immer hinten dran...
24.November 2006:
Kurzer aktueller Einschub: „Hurra, er läuft wieder!
Heute Mittag kann ich ihn aus der Werkstatt holen.“










